Probenauftakt: Wie stirbt es sich heute?

Wie stirbt es sich heute?

Früher oder später begegnen wir alle dem Tod. Meist eher unfreiwillig. Bei diesem Symposium unterhalten wir uns mit Expert*innen, die sich jetzt schon mit ihm beschäftigen. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven schauen wir dem Tod ins Auge und zwinkern ihm zu.

In einer Gesellschaft, in der Sterbeprozesse, Tod und Trauer zuneh- mend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden, lässt sich fragen: Wie stirbt es sich in Zeiten, in denen Individualisierung und Optimierung großgeschrieben werden? Welche Narrative finden sich für den eigenen Verfall und die Unkontrollierbarkeit des Todes?

Dr. med. Alexander Marmé, Palliativmediziner und Gründungsmitglied von „Ein Hospiz für Tübingen e.V.“, lädt uns zu einer Erfahrung von „Sterben und Tod“ ein, die eine Perspektive auf Freiheit im Leben eröffnet. Sabine Landes und Dennis Schmolk von digital.danach referieren über den „digitalen Nachlass“. Das Portal digital-danach.de informiert über Entwicklungen in den Bereichen digitaler Nachlass und Online-Trauerkultur. „Ist der herkömmliche Friedhof noch zeitgemäß?“ Zum Wandel in der Bestattungskultur spricht Bernd Walter, Bereichsleiter des Tübinger Friedhofswesens.

Termin Samstag, 4. April, 13–16 Uhr
Zur besseren Planbarkeit bitten wir um Anmeldung: anmeldung@zimmertheater-tuebingen.de

EINTRITT FREI

 

ITZ time to talk

Was heckt das Theater aus? Wer sind die Künstler*innen und wie ticken sie? Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch, den unsere öffentlichen Probenstarts bekommen. Den dunklen Probenraum zu verlassen und die erste Probe ans helle Licht der Öffentlichkeit zu verlegen, hat sich bewährt.

Wer neugierig auf die inhaltliche Auseinandersetzung ist und mehr vom Theater mitbekommen möchte als das künstlerische Ergebnis, der findet immer am Samstag vor der ersten Probenwoche die Gelegenheit, mit den Regisseur*innen, Bühnenbildner*innen und dem Ensemble ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit Referent*innen und Expert*innen werden die Themen der Inszenierung durch Vorträge inhaltlich eingekreist. Gerüstet mit den Erkenntnissen aus diesem Tag geht es dann auf die Probebühne, wo die ästhetische Bearbeitung beginnt und die Inszenierung über mehrere Wochen bis zur Premiere reift. 

Seid von Anfang an dabei, wenn die Produktionsteams ihre Arbeit aufnehmen. Jede*r ist eingeladen, sich in diesem Format einzuschalten und einzubringen. Wer Feuer fängt, kann sich unserem informellen dramaturgischen Zirkel anschließen, der die Diskussionen und den Austausch bei Probenbesuchen und Bargesprächen im engen Austausch mit den Künstler*innen fortsetzt.