Probenauftakt: Auch Klassiker waren mal Zeitgenossen

Auch Klassiker waren mal Zeitgenossen

Gemeinsam mit Expert*innen wollen wir die beiden 1770 Geborenen Hölderlin und Beethoven nicht – wie im Jubiläums-Jahr vielerorts üblich – einfach nur beweihräuchern. Wir möchten herausfinden, was uns an ihrem Schaffen bewegt. Welche Fragen von damals sind heute noch drängend oder drängen uns immer noch, und wenn ja wohin? Wie haben sich die beiden zu politischen Themen ihrer Zeit innerhalb ihres Schaffens verhalten und wie können wir uns heute zu politischen Themen innerhalb unseres Schaffen verhalten? Warum hat unser Kulturkreis diese beiden auf einen hohen Sockel der abendländischen Kunst gestellt? Woraus ist dieser geformt und was bedeutet dies für unseren modernen Kunstbegriff? Beethoven, der erste Popstar? Hölderlin, das One-Hit-Wonder dessen Ruhm zu Lebzeiten schon fast verblasst, der vergessen wird?

Zum Auftakt der Produktion laden wir alle Interessierten ein zu Vorträgen und Gesprächen über den Umgang mit den Klassikern Hölderlin und Beethoven. Mit den beiden Künstlern Justus Wilcken und Konstantin Dupelius und Gästen, u. a. Prof. Jürgen Wertheimer (Uni Tübingen) und

Kaan Bulak (bebeethoven Fellow des PODIUM Festival Esslingen).

Termin Samstag, 2. Mai, 13–16 Uhr


Zur besseren Planbarkeit bitten wir um Anmeldung: anmeldung@zimmertheater-tuebingen.de

EINTRITT FREI

ITZ time to talk

Was heckt das Theater aus? Wer sind die Künstler*innen und wie ticken sie? Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch, den unsere öffentlichen Probenstarts bekommen. Den dunklen Probenraum zu verlassen und die erste Probe ans helle Licht der Öffentlichkeit zu verlegen, hat sich bewährt.

Wer neugierig auf die inhaltliche Auseinandersetzung ist und mehr vom Theater mitbekommen möchte als das künstlerische Ergebnis, der findet immer am Samstag vor der ersten Probenwoche die Gelegenheit, mit den Regisseur*innen, Bühnenbildner*innen und dem Ensemble ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit Referent*innen und Expert*innen werden die Themen der Inszenierung durch Vorträge inhaltlich eingekreist. Gerüstet mit den Erkenntnissen aus diesem Tag geht es dann auf die Probebühne, wo die ästhetische Bearbeitung beginnt und die Inszenierung über mehrere Wochen bis zur Premiere reift. 

Seid von Anfang an dabei, wenn die Produktionsteams ihre Arbeit aufnehmen. Jede*r ist eingeladen, sich in diesem Format einzuschalten und einzubringen. Wer Feuer fängt, kann sich unserem informellen dramaturgischen Zirkel anschließen, der die Diskussionen und den Austausch bei Probenbesuchen und Bargesprächen im engen Austausch mit den Künstler*innen fortsetzt.