Willkommen in der neuen Spielzeit

Willkommen in der neuen Spielzeit

AKTUELLES

22. Januar Remstal-Rebell - ein musikalisch-erzählerischer Abend über Helmut Palmer *nur am 22. Januar in Tübingen*

14. Februar ESCHENLIEBE Beziehungskomödie oder Umweltfarce von Theresia Walser. Gastspiel des Theater Aalen nur am 14. Februar

ZU ALLEN VORSTELUNGSTERMINEN

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Remstal-Rebell! Das vogelwilde Leben des Helmut Palmer (Zu Gast am Zimmertheater)

Nur noch wenige Tickets! Hier Ticket sichern

Für manche war er ein Volksheld, andere hielten ihn für schlicht verrückt. Helmut Palmer (1930-2004) war eine alle Maßstäbe sprengende Persönlichkeit, eine der faszinierendsten und umstrittenensten der jüngeren Württemberger Geschichte: Bürgerrechtler und Baumflüsterer, Performance-Künstler und Beleidigungs-Genie, hundertfacher Bürgermeisterkandidat und vielfacher Gefängnis-Insasse, überwältigender Egozentriker und unermüdlicher Gemeinwohl-Kämpfer, meist mitreißend und manchmal kaum auszuhalten.
Der Journalist Peter Schwarz hat Palmer über viele Jahre hinweg begleitet und darf stolz behaupten: „Ich wurde persönlich von ihm beschimpft!“ Schwarz erzählt das teils zum Schreien komische, teils zum Heulen tragische Leben des Remstalrebellen, berichtet von unfassbaren Szenen, kaum glaublichen Anekdoten, aber auch von wenig bekannten Hinter- und Abgründen, die verstehbar machen, wie Helmut Palmer zu dem wurde, der er war. Die Krankheit, an der er zeitlebens schwer litt, trägt den Namen „Deutsche Geschichte“.
Der Sänger und Meistergitarrist Axel Nagel erweitert dazu über den Einzelfall hinaus den Horizont: Mit Liedern von und über Rebellen regt er auf sinnlich-spielerische Weise zum Nachdenken darüber an, inwiefern sich Helmut Palmer einordnet in ein größeres Panorama der Widerständigkeit. Auf musikalisch im allerbesten Sinne eigensinnige Art geht es um Glanz und Elend von Lebensentwürfen, die in kein Raster passen.

Peter Schwarz, geboren 1965, aufgewachsen in Ellwangen, ist Redakteur beim Zeitungsverlag Waiblingen und wurde für seine Reportagen unter anderem mit dem Deutschen Reporter-Preis, dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Lokaljournalisten-Preis ausgezeichnet.
Axel Nagel, geboren 1967, groß geworden in Waldstetten, hat sich einen Namen gemacht als komplett scheuklappenloser musikalischer Neuland-Entdecker, zu Hause in den unterschiedlichsten Stilarten. Für seine eigenen Lieder hat er bereits zweimal den Deutschen Rock & Pop Preis erhalten.

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GEISTERSTÜCK,  Tickets sichern für kommende Vorstellungen!

Rolltreppe abwärts ins Gruselglück: 

Eine Shopping-Mall, die schon bessere Tage gesehen hat. Darin, im Untergeschoss, eine nicht mehr den neuesten Gruseltrends entsprechende Geisterbahn, in der drei Figuren festklemmen und in ihrem geschlossenen Kosmos (un-)freiwillig ein schräges Eigenleben führen. Dazu gehören der sich in einer Familientradition wähnende Geisterhausbesitzer Hugo, genannt „Boss“ sowie die ehemalige Verkäuferin und in einer alten Beziehung klebende Sunny, ebenso Live-ErschreckerIn. Und Marina, die eine akademische Karriere angestrebt hatte, nun erfolglos Tickets verkauft und gerne auch ein Kostüm tragen würde. Dabei erscheint die Welt des Geisterhauses wie ein vielschichtiges menschliches Vivarium, in dem die drei wie Geister herumspuken und mit Gruseleffekten experimentieren, indem sie sich selbst, den Anderen und uns als Publikum etwas vorspielen. In diesen Momenten blitzen immer wieder geplatzte Illusionen, Sehnsüchte und die Versuche eines individuellen oder kollektiven Aus- und Aufbruchs in eine andere Welt auf.

Vor allem aber bewegt einen die spannende Frage, inwieweit die Geisterbahn als Spielraum zwischen (ermüdeter) Tradition und (überhitzter) Innovation, Sein und Schein, aber auch mit seinen Strategien des unzuverlässigen Erzählens nicht ebenso als eine Metapher für das Theater - und damit auch als Konzentrat von Gesellschaft und Welt gelesen werden kann.

Tobias Schilling, der bereits Dürs Stück „Gelbes Gold“ 2022 am Staatstheater Kassel mit großem Erfolg uraufführte, sagt dazu: „Ein zentrales Thema ist die Angst, speziell die Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven des Scheiterns, die an einem skurrilen Ort wie dem Geisterhaus aufeinandertreffen. Mich interessiert das Thema Horror und die Frage, wo der wahre Horror eigentlich liegt. In der Geisterbahn selbst oder vielmehr in dem Moment, in dem wir nach der Reise durch diese künstliche Horrorwelt wieder in unsere Realität zurückkehren.“

Fabienne Dür, geboren 1993 in Berlin ist Autorin, Theatermacherin und u.a. Preisträgerin des Retzhofer Dramapreises 2025. Ihr Debütstück „Gelbes Gold“ erhielt im selben Jahr den Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarktes und wird ab Ende April 2026 am Schauspiel Stuttgart erneut inszeniert.  

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OH GOTT

Alle Vorstellungen bis Mitte März ausverkauft! Weitere Vorstellungstermine im März/April (Termine buchbar)

Alle Vorstellungen von OH GOTT!

Zum Trailer

DAS SCHREIBT DIE KRITIK ÜBER "OH GOTT!"

"Absolut sehenswert!" Schwäbisches Tagblatt

"Spritzige Dialoge, Wortwitz, überraschende Wendungen, Tiefgang und Relevanz." Reutlinger General-Anzeiger

"Balance zwischen Comedy und Tiefgang" nachtkritik

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Spielzeitstart KOMM INS OFFENE

Hochverehrtes Publikum,
es ist mir eine Ehrfreude, erneut am ZIMMERTHEATER mit den inzwischen ZWEI Spielorten in der Bursagasse 16 und der Kornhausstraße 5 -  in der Nachbarschaft des Turms, in dem Friedrich Hölderlin über 36 Jahre lebte - arbeiten zu können. Ihm verdanken wir auch unser Spielzeit-Motto und hoffen zuversichtlich, dass Sie unsere Arbeit offen begleiten werden.
Ich schätze das Theater als einen Ort, an dem ich nicht mit mir einer Meinung sein muss, an dem ich lachen, aber auch dorthin mitgenommen werden kann, wo es schmerzt. Denn was uns auf der Welt nicht gefällt, existiert meist nicht, weil wir hingucken, sondern weil wir zu oft weggucken. Und alle wesentlichen Erfahrungen gehen durch etwas hindurch. Nochmals Hölderlin: sich aber nicht zu fühlen, ist der Tod.
Es wird Kontinuitäten geben. Johanna Engel und Jel Woschni werden zu unserer Freude weiter bei uns spielen, Magdalena Schönfeld wird mit PATIENT ZERO und PRIMA FACIE wieder zwei zeitgenössische Stücke inszenieren. Und mit GEISTERHAUS von Fabienne Dürr – der Hausautorin der vergangenen Spielzeit – wird es aufs Neue eine Uraufführung geben.
Eröffnen werden wir am Samstag, den 13.9. allerdings mit MUTTERS COURAGE, uraufgeführt 1978 an den Münchner Kammerspielen vom Autor George Tabori, der 1972 auch kurz Intendant am Tübinger Zimmertheater war. Gemeinsam mit Sigrun Schneider-Käthner darf ich seit dreißig Jahren diese wahre Geschichte über die wundersame Rettung seiner Mutter vor Auschwitz spielen; auch schon – in englischer Sprache –  2022 in New York und 2024 in der Villa Aurora in Los Angeles. Und nun zu unserer großen Freude auch in Tübingen.

Noch viel weiter in die Theatergeschichte zurück reisen wir mit DER STURM von William Shakespeare, über den Stanislav Lem sagte: „Seit dem lieben Gott hat Shakespeare am meisten auf der Welt erschaffen“. Den Prospero wird übrigens Bernhard Hurm spielen.
Und obwohl ich gar nicht an Gott glaube, wird derselbe in der kommenden Spielzeit nicht nur im Zimmertheater auftauchen, sondern in dem Stück OH MEIN GOTT von Anat Gov sogar bei uns therapiert werden.
Darüber hinaus wird es immer wieder Sonntags um 18.00 musikalisch-literarische Soireen gemeinsam mit Christoph Denoth geben, einem prägenden klassischen Gitarristen unserer Zeit. Zum Auftakt am 14.9.: VERWEILE DOCH! DU BIST SO SCHÖN!, mit Gedichten über die Liebe und die Vergänglichkeit. Auch ein Gedicht, sagt Paul Celan, will zu einem anderen, es braucht dieses Andere; es braucht ein Gegenüber.
Wir freuen uns auf Ihre Besuche.

Herzlich
Thomas Bockelmann

PS: Möchten Sie nicht Mitglied unseres Freundeskreises werden? Hier finden Sie das Beitrittsformular.
Und da wir ab 2026 mit einer Kürzung von mehr als einem Viertel (!) unseres Etats werden umgehen müssen, freuen wir uns auch über jede andere Art von Unterstützung: steuerlich absetzbare Spenden, gezieltes Sponsoring für Stückaufträge, – z.B. an Theresia Walser – für Gastengagements, für Bühnenbilder, für Kostüme etc. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Wir werden in jedem Fall – mit allem, was wir können und allem wir sind – dafür kämpfen, dass es das Tübinger Zimmertheater noch sehr lange gibt!

Hauptsponsoren

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