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Premiere:
07.05.2009
Zimmer
Ausstattung:
Siegfried E. Mayer
Besetzung:
Blanche:
Christine Diensberg
Marie:
Nicole Schneider
Charcot / Der Vater:
Peter Ender
Freud:
Robert Arnold
Jane:
Hannah Kobitzsch
Babinski:
Endre Holéczy
Assistenzarzt:
Mathis Kilian
Presse:
Schwäbisches Tagblatt
Reutlinger Generalanzeiger
Reutlinger Nachrichten
Stuttgarter Nachrichten
SWR2 (Text)
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Radium und das Atomgewicht der Liebe. Sie nennen sich die kühnsten Wissenschaftlerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts: Blanche Wittman und Marie Curie.
Jean Martin Charcot führte als Nervenarzt an der Pariser Salpétrière die berühmten Studien zur Hysterie durch. Sigmund Freud war sein Schüler, August Strindberg war bei einer der Vorstellungen anwesend, wo vermeintlich kranke Frauen öffentlich behandelt wurden. Ich dachte, dass die Frau ein unerforschter Kontinent ist, und verstand mich selbst als Entdeckungsreisenden. Blanche Wittman, Charcots Lieblingspatientin, trifft später auf Marie Curie, der sie bei der Erforschung des Radiums hilft. Dieses blaue Licht war die Zukunft, das neue Jahrhundert. Die Karriere der Nobelpreisträgerin wiederum endet schlagartig, als ihre Liebesbriefe an einen verheirateten Wissenschaftler auftauchen.
Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, arbeitet nun mit dem analytischen Blick des Psychologen und im Zwiegespräch mit allen Beteiligten, die Geschichten auf, die Charcot und Wittman verbanden und Marie Curies Karriere zerstörten, aber: Liebe kann man nicht erklären.
Das Beharren, wie der Irrtum, gehört zur Wissenschaft wie zur Liebe. Der Glaube an die Wunderkräfte der Substanzen, mit denen Marie Curie arbeitet, ist erforderlich für den harten Einsatz, den sie dafür bezahlt. Wenngleich sich die Wunderkräfte später noch auf erschreckende Weise zeigen werden. Aber nicht nur radioaktive Substanzen sind gefährlich, auch die Sehnsucht nach der Berührung eines anderen Menschen ist es. Wissenschaft wie Liebe sind letztlich immer auch ein Kampf gegen den Tod – oder ein Tanz mit ihm.
Bestsellerautor Per Olov Enquist untersucht mit diesem Stück die Faszination der Wissenschaft und die Unergründlichkeit der Liebe. Der schwedische Schriftsteller betätigte sich zunächst als Dramatiker, bevor er durch seine historischen Romane bekannt wurde. Dem Stück BLANCHE UND MARIE liegt der gleichnamige Roman zugrunde.
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