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TIMBUKTU

Paul Auster
melancholische Ballade nach dem Roman
aus dem Amerikanischen von Peter Torberg
bearbeitet von Marco J. Stichweh
Uraufführung

 

Premiere:
21.03.2009
Gewölbe

Regie:
Lucas Solange

Ausstattung:
Wiegand Witting

Kostüme:
Anna Peschke

Musik:
Adam Green

Mit
Nele Winkler und
Martin Huber

Presse:

FAZ

Schwäbisches Tagblatt

Reutlinger Generalanzeiger

Reutlinger Nachrichten

Esslinger Zeitung

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Zeitung

SWR 2

Tagesspiegel

Financial Times Deutschland
Mannheimer Morgen

Ein Dichter und sein Hund. Der Dichter ist erfolglos. Und der Hund kann sprechen.

Ich habe seit zwei Tagen nichts mehr zwischen den Zähnen gehabt. Ich auch nicht. Der Schriftsteller Willy G. ist wahrscheinlich als einziger von seinem Talent überzeugt. Das ändert sich ebenfalls nicht, als er von einem Weihnachtsmann zum neuen Menschen getauft wird. Ein Zeichen. Ein Wunder. Willy G. Christmas! Wirf dich der Welt in die Arme! Und so zieht er weiterhin erfolglos durch die Straßen und Parks Amerikas, an seiner Seite nur den Hund Mr. Bones, einer so hungrig wie der andere. Es ist schwer, sich daran zu gewöhnen, dass man ein Hase ist, sagt der Hund.
Mr. Bones kann sich glücklich schätzen: immerhin ist er mit einem Herrchen gesegnet, das ihn nicht als untergeordnetes Wesen behandelt. Denn wenn Bonesy auch ein Hund ist - was ist dagegen der ewige Underdog Willy G. Christmas. Ein Leben lang Stochern im Dunkeln ist für ihn nur durch den Freund an seiner Seite zu ertragen. Im nicht endenden Zwiegespräch erzählt er Mr. Bones auch von einem fernen Ort namens Timbuktu, einem Ort kaum zu beschreibender Schönheit. Sobald du da bist, brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen um essen und trinken und schlafen oder um die Verdauung. Dieser Ort ist eine Oase der Seelen.
Als Willies Leben sich dem Ende nähert, bleibt Mr. Bones an seiner Seite. Ihr Gespräch dauert an bis zum Wiedersehen an einem anderen, glücklicheren Ort.


Nie und nimmer glaube ich, dass Hunde schreiben können. Der Bestsellerautor Paul Auster , bekannt vor allem durch seine NEW-YORK-TRILOGIE, setzt mit TIMBUKTU allen Underdogs ein literarisches Denkmal. Indem er den Begriff wörtlich nimmt, erzählt er buchstäblich aus der Hundeperspektive von einem anderen Amerika - ohne Illusionen, aber nicht ohne Sehnsucht.

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