DER BRUNNEN

Jaan Tätte
Aus dem Estnischen von Irja Grönholm
Deutschsprachige Erstaufführung

Fotogalerie

 

Premiere:
18.10.2008
Gewölbe

Regie:
Frank Siebenschuh

Ausstattung:
Julia Ströder

Besetzung:

Aksel: Endre Holéczy

Robi: Rosario Bona

Diana: Hannah Kobitzsch

 

Presse:

SWR2 (Text)
SWR2 (mp3)
Schwäbisches Tagblatt
Reutlinger Nachrichten

Reutlinger Generalanzeiger

Stuttgarter Nachrichten

Esslinger Zeitung

Schwarzwälder Bote
Die deutsche Bühne

Ein Stück aus der Zukunft. Etwas ist geschehen, was spielt keine Rolle. Vor allem nicht für Aksel und Robi, die ihr Lager an einem versiegten Brunnen aufgeschlagen haben. Sie zählen die Tage und die Stunden. Lesen in den Abläufen der Natur göttliche Zeichen und werfen sich gegenseitig vor, dass sie noch existieren. Wenn es klar ist, dass das Wasser nur für einen reicht, dann hat es keinen Sinn, es durch zwei zu teilen. Im Angesicht der Katastrophe eine grausame aber auch irrwitzige Situation: die Existenz des Gegenübers. Hat der Andere einen Stein in der Hand, mit dem er einen erschlägt? Und wieso zittert der immer so, wenn er das sowieso nur halbvolle Glas mit Wasser aus dem Brunnen holt? Wasser ist nun mal schwer?

Ein Endspiel. Eine Groteske aus der Wüste. Wo fliegende Vögel eine Halluzination sind und ein Wasserfall eine Sehnsucht im Traum. In dieser Männerdomäne gelten die biblischen Gebote gerade noch, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Lügen, mit denen die beiden sich die Lage schön reden, versagen. Ein dritter Überlebender taucht auf, und das auch noch in Gestalt einer Frau, die eigentlich nur eines von den Beiden möchte.

Jaan Tätte, estnischer Regisseur, Schauspieler und Sänger, ist in Deutschland vor allem als Autor bekannt. Sein mehrfach preisgekröntes Stück BUNGEE JUMPING wird auch international oft gespielt. In DER BRUNNEN schlägt er einen kühnen Bogen von den Endspielen Samuel Becketts zu den postmodernen Filmerzählungen Quentin Tarantinos.

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